Bieg! Jedzd! Ab!

Das war schwäbisch.

Mann oder Frau? Für alle, die zuhören wollten, war das oft die einzige Entscheidung. Doch nun erzählte einer in abendlicher Runde: Das Navigationsgerät hat heutzutage viel mehr im Angebot als den zielstrebigen Kurt und die geduldige Sabine. Der moderne Orientierungskasten spricht Dialekt.

Nicht nur der Fahrer aus dem Ländle kann sich nun überall wie fast zu Hause fühlen. Denn das Gerät schmiegt sich an so manche regionale Herkunft an. Das Schwäbische geht klar voran, wir können alles. Schwäbisch schwätza sowieso. Also ab in dai wäggele, anschnalla bidde! Und an der nächschde Kreizung bieg ab! In Hessen dann gäjd’s uff die Autobahn. Vierhunnert Kilometer druffbleiwe. Weil erst in Bayern musst du wieda runta. Aber Herrschaftszeitn, rechts bleibn! Der Blick, er fliegt sogar nach Köln. Und wer jetzt denkt, mer kann och üvverdrieve, dem sei gesagt: En Quasselstripp reicht nid. Denn auch vor dem Sächsischen sind wir natürlich nicht gefeit, wenn’s aus dem Frontbereich Nuh basse ma ouff! entgegenschallt. Ich schdells mer forchbar vor.

Spätestens jetzt träumt so mancher bestimmt von einer Fahrt ganz ohne Einschlag drin. Doch nur im Schwäbische gibd’s vielleichd a guatsle wenn du guad färschd. Sonschd wär’s a bissl arg.

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