Texte

Von 0 auf 1,14 in 3 Stunden

Wo sind die schlechten Texte?

Es ist die neue, kleine Sucht. Und seit der Entdeckung des BlaBlaMeters bleibt sie unerfüllt: Die Suche nach dem richtig schlechten Text. Journalisten und Redakteure, Poeten und Schriftsteller – alle können ihre tägliche Schreibarbeit dem Wortorakel ausliefern. Und bekommen binnen Sekunden ausgespuckt, was es von ihren Texten hält. Die 1,0 ist dabei offensichtlich so etwas wie eine magische Marke. Kaum ein Text so schlecht, dass er die erreicht, geschweige denn überschreitet. Aber welche Texte schaffen das? Mehr

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My name is

Unsere Namen, unser Selbst?

In der Regel müssen wir uns mit dem abfinden, was die Eltern sich für uns ausgedacht haben. Die echte Welt zumindest will das so. Wer‘s produziert, darf‘s auch benennen. Das gilt für IKEA ebenso wie für die Elternschaft. Und steht der Name erst mal im Pass, ist es gar nicht so leicht, ihn wieder abzuschütteln. Sicher, manche wollen das auch gar nicht. Manch anderen wird es sehr leicht gemacht, weil sie einen akzeptablen Zweitnamen mit sich führen oder sich das Wort im Pass für allerlei Spitznamen eignet. Mehr

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Unkraut stirbt zuletzt

Eine neue Macht in Sachen Wortwitz

Einen kreativen Text schreiben. Mit der richtigen Wortwahl ins Schwarze treffen. Einen Leser bis zur letzten Zeile fesseln. Das können nur wir Menschen. Und keine Maschinen. Oder? Wer diesen Aussagen aus vollem Herzen zustimmt, hat sich wahrscheinlich noch nicht mit dem Sprichwortgenerator befasst. Und der würde entgegnen: Alles Gute sollte nicht mit Steinen werfen. Mehr

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Liebe Leser

Viele Grüße aus Köln

Wir dürfen unverbindlich schreiben und auch persönlich, sehr vertraut und manchmal auch formell. Wofür wir uns entscheiden, zeigt sich oft schon mit dem ersten Wort. Manchmal auch erst mit dem letzten. Eine zufällige Begegnung mit einem kleinen Begrüßungs- und Verabschiedungs-Knigge vom Institut für Internationale Kommunikation Düsseldorf brachte die alte Frage wieder auf: Wie viel Liebe darf in eine Mail – insbesondere in eine geschäftliche? Mehr

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Mensch ist Wort

Wer buhrowt, klebert nicht

Wir können hartzen oder riestern. Es wird gestoibert, gemerkelt und geschrödert. Nur beim wulffen oder guttenbergen sollte man sich besser nicht erwischen lassen. Die Verwortung unserer Volksvertreter ist kein neues Phänomen, aber eines mit mitunter beachtlicher Dynamik. So schafften es das Hartzen und Riestern bereits in den Duden, der Ex-Verteidigungsminister und seine Ich-muss-ja-nicht-alles-selbst-schreiben-Doktorarbeit 2011 mit „guttenbergen“ bei der Wahl der Wörter des Jahres immerhin auf einen beachtlichen siebten Platz. Mehr

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Der Promi-Check

Ich schreibe wie…

Bist du Goethe oder Jelinek? Machst auf Hesse oder Konsalik? Fühlst dich Walser oder Roche? Man muss es wagen, das herauszufinden. Und den Analysator füttern. Der mir sagt, wie ich schreib. Kopiert, gefügt, kurz die Luft geholt. Wer mag ich sein? Friedrich Glauser spuckt die Maschine zu meinem letzten Text aus. Und den informierenden Link zu Wikipedia gleich mit. Gilt als „einer der ersten deutschsprachigen Krimiautoren“ erfährt man da, sein erstes Werk: Wachtmeister Studer. So spannend, mein Text? Mehr

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Atme tief ein! 

Zwischen Elternhaus und Hauptstadtsitten

Neulich beim Yoga. Der erste Moment, der für große Entspannung gedacht war. Tief einatmen heißt die Anweisung. Und dann ausatmen. Alles loslassen. Stress, Ärger, Großstadthektik. Doch Moment! Hat die uns etwa gerade geduzt? Und machen die das beim Yoga eigentlich immer so? Das war‘s dann mit Loslassen. Gefangen in einer Mischung aus Erinnerungen an die elterliche Erziehung (absolut pro „Sie“) und an die sich stetig wiederholende Irritation über die Ansprache im Schweden-Möbelhaus (absolut nicht erklärungsbedürftig) bleibt die Luft drin. Mehr

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Tick, Trick – und Louie

Pfadfinder-Erklärungsversuche für Engländer in Frankreich.

Eigentlich fing ja alles christlich an. Da saßen wir also in der Nähe von Bordeaux mit zwei reizenden Engländern am Tisch und sprachen darüber, dass heute kaum noch einer die richtige Bedeutung christlicher Feiertage kennt. Obwohl wir sie alle fleißig feiern. Und wir dienten gerne als negatives Beispiel mit unserem Staunen über eine Pfingstprozession in Paris. Denn was machten denn da eigentlich die ganzen Pfadfinder, die hinter… Aber Moment – was heißt eigentlich Pfadfinder auf englisch? Mehr

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Bieg! Jedzd! Ab!

Das war schwäbisch.

Mann oder Frau? Für alle, die zuhören wollten, war das oft die einzige Entscheidung. Doch nun erzählte einer in abendlicher Runde: Das Navigationsgerät hat heutzutage viel mehr im Angebot als den zielstrebigen Kurt und die geduldige Sabine. Der moderne Orientierungskasten spricht Dialekt. Nicht nur der Fahrer aus dem Ländle kann sich nun überall wie fast zu Hause fühlen. Denn das Gerät schmiegt sich an so manche regionale Herkunft an. Mehr

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Brimborium?

Das Wort, bedroht

Dass nicht jeder den Zusammenhang zwischen einer Kassette und dem Bleistift kennt, nun gut. Dass aber Mischkassette und Bandsalat sogar vom Aussterben bedroht sein sollen, wie’s diese Website sagt, das mag man nicht so einfach akzeptieren. Mir wird ganz blümerant. Gut, auch die Hitparade hören wir heute nicht mehr. Aber Sapperlott, wir Hupfdohlen brauchen diese Augensterne von Wörtern. Daran kann sich nur ein Pfennigfuchser zu schaffen gemacht haben. Oder war’s der Kurpfuscher? Eine Flitzpiepe bestimmt. Mehr

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Eine alte Liebe

Sinnvoller Text ohne Sinn

Ganz am Anfang war er dieser neue Schwarm, der plötzlich und unwiderstehlich im Raum stand. Nicht so sehr der mysteriöse Fremde, eher der Retter in strahlender Rüstung. Einer, der immer die richtige Sprache spricht. Der mal nur wenige Worte macht und einen bei nächster Gelegenheit in den Schlaf erzählt. Dabei immer schnell, unkompliziert, kein großes Aufheben. Einer, der einfach da ist, wenn man ihn braucht. Mal ehrlich: Es ist unausweichlich, sich in den Blindtextgenerator zu verlieben. Mehr

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Kurzes Grün

Das Urlaubsgefühl beißt ins Gras

Ach ja. Genau. Seufz. Wenn es einer vermag, die Urlaubsstimmung in die Arbeitswoche zu transportieren, dann du, lieber Duden-Newsletter. So der erste Gedanke. Etwas über einen „Spaziergang durch Wälder und Wiesen“ zu lesen und über das „Schwärmen angesichts des frischen Grüns“, schien doch genau das Richtige zu sein, um die frische Erholung nicht allzu schnell wieder verblassen zu lassen. Und die Dankbarkeit hielt an beim Studieren des „grünen Newsletters“ – schien doch sogar die Eigenwerbung für den Duden-Band „Schreiben auf Reisen“ so passend zur eigenen Stimmung. Mehr

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Salve!

Latein im Alltag

Da steht er also, mein Freund. Gerade hat er sich noch sehr heftig dagegen verwehrt, er sei rettungslos in die Barfrau verliebt. Und schon wieder schmachtet er sie an, wirft ihr verstohlene Blicke zu. Quod erat demonstrandum, höre ich mich leise sagen. Und schauere sofort. Was war denn das? Während sich Wortspektrum vor Kurzem an dieser Stelle noch den Wörtern widmete, die vom Aussterben bedroht sind, zeigt sich: die angeblich tote Sprache ist in unserem Alltag quicklebendig. Mehr

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Die Wortmesse

Remmidemmi heute in Halle 3

Gerade abgestiegen oder frisch verlobt? Kein Problem, wir haben eine Messe für Sie. Egal ob Pferde oder Hochzeiten. Im Charme der Mehrzweckhalle können Sie sich mit Gleichgesinnten unterhalten und von geübten Präsentatoren in die Welt von Zuchthengsten und Baiserkleidern entführen lassen. Experten für Gaumenschmaus in fester und flüssiger Form dürfen sogar nicht nur anschauen, anfassen oder anprobieren – sondern auch riechen, knabbern, schlürfen. Doch wo gehe ich hin, wenn ich mir neue Worte anschauen will? Mehr

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Schneider vs. Facebook


Wer lehrt uns das gute Schreiben?

Wir Schreiber sind Profis, ohne Frage. Spätestens, seit wir uns an Wolf Schneider gehängt haben. Die Substantivitis haben wir mit ihm auskuriert, mit Adjektiven treffen wir besser als Amor mit seinen Pfeilen und der weiße Schimmel ist schon lange davongeritten. Doch gutes Schreiben, so schien es lang, kannte zwar viele selbsternannte, aber nur wenige wirklich respektierte Päpste. Nun taucht eine neue Institution fürs Schönschreiben auf. Das Schreiben im Internet macht uns nicht nur klüger. Die These ist: Es macht uns auch besser schreiben. Mehr

graffiti12

Sprache oder Bier?

Egal, Feierabend.

Feier-abend. Wie oft nehmen wir diesen Begriff tatsächlich wörtlich? Kommt er dafür einfach zu oft? Ja, richtig, wir feiern streng etymologisch betrachtet damit auch eigentlich einen Feiertag, der mit dem nächsten Morgengrauen beginnt. So streng gesehen gäb‘s jetzt ein paar Tage lang keinen Feierabend mehr. Aber, ach, lange her, heute lieben wir den Feierabend auch vor jedem Werktag. Genießen das Feierabendbier, das Feierabendmahl oder einfach nur die Feierabendstimmung. Feierlich. Mehr

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Revolution bei Duden

Endlich kann man auch online nachschlagen.

Es gibt Dinge, auf die man aufhört zu warten. Dass die Queen ihren Sohn auf den Thron schubst. Dass es nur ein Ladegerät für alle Handys gibt. Oder eben: Dass der Duden endlich online verfügbar ist. Viel zu lange hatte der Dudenverlag damit gewartet, den gelben Wälzer ins Internet und damit in die Gegenwart zu befördern. Wer ein Wörterbuch brauchte, wusste zwischen Leo und Pons meist schon gar nicht mehr, welches Angebot er ergreifen sollte. Mehr

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Ewig gestrig oder scharf?

Wie der Wunsch nach einer Hausorthografie entstand.

Ewig-gestrig mag keiner sein. Doch wenn Jubiläen näher rücken, darf man mal ein bisschen sentimental werden. In wenigen Wochen jährt sich der deutsch-österreichisch-schweizer Beschluss zur Sprachneuregelung zum 15. Mal. Und das Bald-Jubiläum der Rechtschreibeform am 01. Juli 2011 macht mal wieder bewusst: Manche Dinge waren schon schöner. Früher. So zum Beispiel, dass man diesen einen, wunderbaren Buchstaben viel häufiger verwenden durfte. Jenen, der viel schöner aussieht als all die andern. Mehr

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Ein bisschen unperfekt

Auch wenn Herman Cohen anderer Meinung ist: Wir brauchen das Buchstäbliche!

Jemand könne doch schließlich nicht buchstäblich aus der Haut fahren, meint in den sehr perfekten Unperfekten von Tom Rachman der sympathisch-pendantische Chefkorrektor Cohen. Und wenn dies doch jemandem gelinge, sei es der nächste Aufmacher. Doch die Meckerei hat damit noch kein Ende: Nicht nutzen reicht Herman Cohen nicht. Löschen will er das Wort. Mehr

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Ab ins Körbchen!

Haustiere vs. Duden

Die Versuchung war gestern ziemlich groß. Mal über was anderes Worte zu machen als über Worte. Und das verführende Ereignis – den Launch von My Social Petwork – wenigstens ein klitzekleines bisschen zu kommentieren. Herrjeh, so viel könnte man darüber schreiben. So viele Kommentare dazu abgeben. Aber in sprachlicher Hinsicht? Na ja. Aufregen über das Sprachspiel im Titel? Och nö. Dass es dort „Wau“ heißt statt „Gefällt mir“? Geschenkt. Mehr

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Eins und eins macht eins?

Wenn Wörter zusammenfinden

Hallo Frollegen! Möchte man munter rufen. Wollen wir uns zu einem Brunch im Motel verabreden? Das kann doch nicht abseits der Netiquette sein. Oder seid ihr Hacktivisten? Wo Brangelina ihre Kinder durch die Weltgeschichte schleifen, Bennifer schon lange kein Thema mehr sind und Justifer einen neuen Hype ausrufen, steht doch nun wirklich mal die Frage im Raum: Wie sinnvoll ist es, Wörter zu fusionieren? Mehr

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